Sich zu Hause fühlen

Sich zu Hause fühlen

Sich zu Hause fühlen und das zu Hause Gefühl sind Multidimensionale Begriffe die man nicht einfach mit einer Definition benennen kann. Zu Grunde liegen Aspekte wie soziale- und psychologische, sowie kulturelle und politische Faktoren. Cooper-Marcus (1995) definiert den Begriff „zu Hause“ wie folgt:

”A home fulfils many needs: a place of self-expression, a vessel of memories, a refuge from the outside world, a cocoon where we can feel nurtured and let down our guard”
Zitat von Cooper-Marcus (1995) aus: House as a Mirror of Self: Exploring the deeper meanings of home. Berkley, California: Conari Press.

Übersetzung;

“Ein Haus erfüllt viele Bedürfnisse: ein Ort der Selbstdarstellung, ein Schiff von Erinnerungen, eine Versteck vor der Außenwelt, einen Kokon, in dem wir uns sicher fühlen und gepflegt.

 

Zu Hause„zu Hause“ bedeutet für jeden etwas anders, aber es sind viele Übereinstimmungen Themen zu benennen: Autonomie, Privatsphäre, vertrauten Umgebung, Sicherheit und Zugehörigkeit. Autonomie, das heißt selber verfügen über das eigene Verhalten und die Umgebung, wird zusammen mit Privatsphäre als die wichtigsten Elemente von einem „zu Hause“ beschrieben. ( Morgen & Stewart, 1998: et al.,1996)

 

 

Wenn Älteren durch körperlichen – oder kognitiven Rückgang in eine Pflegestätte kommen, ist das oft sehr schwierig. Sie müssen sich in einer fremden Umgebung, geteilt mit anderen Unbekannten, aufs Neue „zu Hause“ fühlen. Für älteren mit Demenz ist das besonders schwierig, weil sie durch das Fehlen von Orientierungspunkten sehr verwirrt oder ängstlich werden können. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Bedürfnisse an einem neuen “zu Hause“ nicht abnehmen, während der Krankheitsprozess fortschreitet. Fay & Owen (2012) sagen hierüber

“Despite a loss of cognitive ability, a “sense of home” endures in the mind of people with dementia, even in a later state.”

Fay,R., Owen,C (1012). “Home” in the care institution: authentic or ersatz. Procedia – Social and Behavioural Sciences, 33-42, 35

Übersetzung:

“Trotz der verlorenen Wahrnehmung, ein Gefühl von Heimat bleibt in den Köpfen der Menschen mit Demenz, auch zu einem späteren Zeitpunkt”

 

In dem gleichen Artikel wird auch eine Studie von Frank (2005) erwähnt. Hier über schreibt man:

“A study of Frank (2005) reveals how unsolicited outburst from residents with Alzheimer’s disease asking to “go home” are in facts pleas for selfhood. Critically, she argues that it is the caregivers who are key to validation and sustaining a sense of self, and thus a sense of home”

Fay,R., Owen,C (1012). “Home” in the aged care institution: authentic or ersatz. Procedia – Social and Behavioural Sciences, 33-43, 35

Zu Hause 2Übersetzung:

Eine Studie von Frank (2005) zeigt, wie bei plötzliches ausrasten von Bewohner mit Alzheimer sie immer bitten „ das sie nach Hause gehen möchten“ aber eigentlich fragen um Selbstschutz. Kritische gesagt, Sie behaupten dass es die Betreuer sind die den Schlüssel zu das Gefühl „ sich selbst sein“ haben, und sie ein Gefühl von „zu Hause “geben können.

 

Ältere mit Demenz legen viel Wert auf Autonomie, insbesondere, wenn es darauf ankommt, wo sie wohnen. Eine neue Wohnumgebung kann erst ein „zu Hause’ werden, wenn die Bewohner in bestimmtem Maße mitbestimmen können. Studien durch Percival (2002) scheinen das zu bestätigen:

“Personal control over design of the environment is seen to be particularly important for older people as part of the practice of ‘making a home”
Precival, J (2002). Domestic Spaces: Uses and meanings in the daily lives of older people. Aging and Society, 729-749,22.

Persönliche Kontrolle über Gestaltung der Umgebung ist wichtig, vor allem für ältere Menschen wenn es geht um Herstellung eines “zu Hause” 

 

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